PAS

Eltern-Kind-Entfremdung

Wird ein Kind bewusst einem Elternteil entfremdet, so zieht das schwere, meist lebenslange traumatische Folgen nach sich. Viele Menschen sind sich darüber gar nicht bewusst und doch, es wird angenommen, dass ein Drittel aller Kinder getrennt lebender Eltern von einem Elternteil dem anderen bewusst entfremdet wird. Hier einmal ein Auszug aus der Seite „Väter-Aufbruch“, damit klar wird, worum es hierbei geht:
Werden Kinder aktiv von einem Elternteil entfremdet,ist dies international schon lange eine Form der Kindesmisshandlung. In Deutschland wurde dieses Thema von Politik und Gerichten bislang meist ignoriert. Am 25.05.2019 nun verabschiedete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die gegenwärtig gültige Version der Klassifizierungen von Krankheiten und medizinischen Diagnosen PAS als ICD11.

Erstmals wurde dort verbindlich die seit Jahren geforderte Anerkennung der Eltern-Kind-Entfremdung vollzogen.

Hierbei geht es um Fälle, in denen ein Kind AKTIV vom anderen Elternteil entfremdet wird und meist den Kontakt zu diesem völlig verliert. Das Kind wird vom
betreuenden Elternteil bewusst genötigt, den anderen Elternteil abzulehnen, obwohl es eigentlich eine liebevolle und innige Beziehung zu ihm hatte. Die  Entscheidung der WHO wird daher als wichtiger Meilenstein zur Bekämpfung dieses bei Kindern schwere Schäden verursachenden Phänomens gesehen.

Es wird gefordert, eine Umgangsbehinderung, UmgangsVERhinderung, sowie Elter- Kind-Entfremdung als Straftat gegen Kinder geahndet werden.

Ärzteverbände bewerten entfremdendes Verhalten bereits seit langem als Form seelischer Gewalt gegen Kinder, die aber im Gegensatz zu körperlicher Gewalt aber von Jugendämtern und Familiengerichten meist ignoriert oder sogar geleugnet werden. Soweit also der Beitrag aus dem „Väter-Aufbruch“, der sich mit seinem Verein schon seit 30 Jahren dafür einsetzt, dass Kinder nach einer Trennung den Kontakt zu BEIDEN Eltern behalten.
Ich will an dieser Stelle an ein paar Beispielen aufzeigen, dass die Manipulation der Kinder manchmal durchaus schleichend und sehr diffizil vonstatten geht. Hat sich zum Beispiel die Mutter von ihrem Partner getrennt, die Kinder sind aber zunächst im gegenseitigen Einverständnis beim Vater geblieben, da sie nicht aus ihrer gewohnten häuslichen Umgebung gerissen werden sollten, so würde es ein leichtes sein, die Kinder dazu zu ermuntern, öfter einmal nach der Schule oder am Nachmittag Zeit mit ihrer Mutter zu verbringen, zumal gerade dann, wenn die Mutter in eine Wohnung in der Nähe gezogen ist, um den Kontakt zu erleichtern.

Wenn aber der Vater, insbesondere dann, wenn er eine narzisstische Persönlichkeit hat, den Umgang boykottieren will, um sich für die Trennung zu rächen oder die Frau zur Rückkehr zu bewegen, so ist es für ihn ein Leichtes, mit dementsprechend perfiden Aussagen die Kinder dazu zu bringen, die Mutter abzulehnen und nicht mehr dorthin zu wollen.
Der Vater wird dem Kind sagen, dass das Weggehen der Mutter ein schwerer Fehler war, dass sie die Familie auf dem Gewissen hat, dass sie am Unglück des Vaters schuld hat usw. Wenn das Kind dann eines Tages den Wunsch äussert, die Mutter besuchen zu wollen, dann kann der Vater sagen: „Du kannst machen, was Du willst, aber Du weisst ja, wie ich über Mama denke.“
Bei einem solchen Satz wird dem Kind eigentlich die freie Wahl gelassen, gleichzeitig aber solch ein Druck aufgebaut, sich fehlzuverhalten, wenn es die Mutter besucht, so dass es den Besuch nicht antreten wird.
Wird das Kind weiter damit bombardiert, dass die Mutter an allem schuld ist (Papa ist ganz traurig, dass Mama gegangen ist ……es ist ja hier im Haus nur deshalb so schmutzig, weil Mama nicht mehr saubermacht……ich kann jetzt mit Dir kein Eis essen gehen, weil ich keine Zeit habe, früher ist ja immer Mama mit Dir gegangen…..).
Es gibt hunderte Beispiele, wie der Vater die Mutter in den Augen des Kindes mehr und mehr diskreditiert. Bald wird der Vater sagen können: „Willst Du nicht mal die Mama besuchen?“ …..und das Kind wird sagen: „Nein, Papa, die Mama hat ja die Familie kaputtgemacht, soll sie doch sehen, was sie davon hat.“ Und der Vater entgegnet : „Hast ja recht, mein Kind , und hier ist es ja sowieso am schönsten.“
Einige Zeit später wird der Vater die Mutter anrufen und fragen: „Kannst Du heute mal das Kind nehmen ?“…….obwohl er genau weiss, dass sie an dem Tag keine Zeit hat.

 

Dann kann er seinem Kind abends sagen: „Ich hab heute die Mama angerufen, ich wollte, dass Du sie besuchst……aber sie will Dich gar nicht haben.“ Und das Kind…..baut immer mehr Distanz zur Mutter auf……..der Kreis schliesst sich. Der Vater wird die Ablehnung immer weiter schüren können, es ist ihm ein leichtes, das Kind der Mutter immer mehr zu entfremden……bis hin zum völligen Kontaktabbruch.
Ruft aber die Mutter den Vater an, kann er dann sagen: „Ich hab dem Kind gesagt, dass es Dich immer besuchen kann, aber es will ja nicht. Ich kann es ja nicht zwingen.“
Dieses Beispiel ist nur eines von vielen, vielen, jedes Jahr in Deutschland vorkommender Fälle.
Das Kind, innerlich zerrissen von dem Zwist, hat es doch die Mutter eigentlich als fürsorglich und vertauenswürdig aus der Vergangenheit im Kopf, kann in seiner weiteren Entwicklung schwere psychische Schäden davontragen, denn was es erlebt, sind traumatische Geschehnisse.

Diesem und ähnlichen Fällen kann und MUSS man schon lange im Vorfeld einer Trennung vorbeugen, denn lebt man in einer narzisstisch geprägten Partnerschaft, ist es sehr wahrscheinlich, dass der verlassene Partner seinen narzisstischen Rachefeldzug auch rücksichtslos über die Kinder führen wird.

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